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Elke Beilfuß
Designgeschichten
Johann-Sebastian-Bach-Str. 6
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Ausstellungen...  
Ausstellungen im Detail:  
bauhaus feminin  
Horst Michel  
 
 

Ausstellungen & Sammlungen

Designgeschichten
»bauhaus feminin. Zeitgenössische Kunst und Design«
Ausstellungsidee in Vorbereitung
Zeitgenössische Kunst und Design aus Weimar, Dessau und Chicago. Konzeption und kuratorische Projektleitung.



Bauhaus-Universität Weimar

»Horst-Michel-Designarchiv«
Oktober 2003 bis Februar 2009
Betreuung, wissenschaftliche Bearbeitung und Inventarisierung
des Horst-Michel-Designarchivs. Mitarbeit bei der Konzeption für die Digitalisierung des Bestands.

»Horst Michel in Weimar«
September bis November 2004
Eine Designausstellung zum Werk des Gestalters Horst Michel (1904-1989), inszeniert im Projekt von Studierenden der Bauhaus Universität Weimar. Design Zentrum Thüringen und Haus am Horn. Konzeptuelle und wissenschaftliche Mitarbeit gemeinsam mit Prof. Wolfgang Sattler und Prof. Dr. Siegfried Gronert.


Neues Museum Weimar
»Norbert Tadeusz. Italien sichten«
Mai bis August 2003, Neues Museum Weimar.
Kuratorische Mitarbeit im Volontariat.


Kunstmuseum Wolfsburg
»American Streamline. The Dawn of Tomorrow«
Dezember 2001 bis März 2002, Kunstmuseum Wolfsburg. Kuratorische Assistenz bei Veit Görner.

»Schlaglicht'99«
Künstlerische Arbeiten von Absolventen der HBK Braunschweig, Februar 1999, Kunstmuseum Wolfsburg. Gestaltung und Organisation.

»Gesammelte Werke«
Mitarbeit bei der Vorbereitung des Sammlungskatalogs und
umfangreiche Recherchearbeiten zu den Sammlungsobjekten


»Tuning up 5«
Sammlungsausstellung, März bis August 1998. Kuratorische Assistenz bei Dr. Holger Broeker.

»Schlaglicht'98«
Künstlerische Arbeiten von Absolventen der HBK Braunschweig, Dezember 1997, Kunstmuseum Wolfsburg. Kuratorische Assistenz bei Dr. Holger Broeker.


Focke-Museum Bremen / Universität Bremen
»Input-Output«
Begleitausstellung zur Präsentation fotografischer Arbeiten von Robert F. Hammerstiel, Juni bis Juli 1994, Focke-Museum Bremen. Kuratorische und konzeptionelle Mitarbeit am Ausstellungsprojekt der Universität Bremen bei Prof. Michael Müller und Dr. Jörn Christiansen.

   
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bauhaus feminin
Zeitgenössische Kunst und Design
Kuratorin: Elke Beilfuß
Projekt in Vorbereitung


bauhaus 90 Die Rolle der Frauen am Bauhaus vor 90 Jahren war Ausgangspunkt der Fragestellung. In der Weimarer Republik war alles neu: das Neue Bauen, das Neue Wohnen und auch die Neue Frau sowie das Frauenwahlrecht und die Möglichkeit für Frauen an Universitäten zu studieren. Aber gab es sie wirklich die Neue Frau oder sehen wir uns hier mit einem frühen Beispiel medialer Vermittlung konfrontiert? Tatsächlich stellt das Bild der Frau in den zwanziger Jahren einen Mythos dar, der vor allem die Oberfläche und das Äußerliche meint. Dieser Mythos hat seine Faszination nicht verloren und wir orientieren uns bis heute daran.

In der Ausstellung bauhaus feminin werden zeitgenössische Arbeiten von Studentinnen, Alumni oder Mitarbeiterinnen aus der Freien Kunst, des Design und der Mediengestaltung gezeigt. Ein entscheidendes Kriterium der Auswahl bildet die Institution, an der die Künstlerinnen und Designerinnen ausgebildet wurden: Alle beteiligten Gestalterinnen sind quasi in der Bauhausnachfolge aufgewachsen. Die Linie ist von Weimar aus über Dessau weiter bis nach Chicago zu denken.

Zum Jubiläum 09 bauhaus 90 bildet das Bauhaus die Folie. Einige Gestaltungsfragen der 1920er Jahre, die insbesondere auch Frauen damals betrachtet und bearbeitet haben, ergeben Themenbereiche der Ausstellung bauhaus feminin. Gezeigt wird eine Auswahl aktueller Designentwürfe und zeitgenössischer künstlerischer Arbeiten von Frauen, um die Bandbreite femininer Gestaltung heute auszuloten und das Feld - sozusagen von »rosa gerüscht« bis »political incorrect« - zu eröffnen.

Bilder
01 - 03: Peggy Schneider, Wandbekleidung 2004, Skulpturen aus Tapete

Peggy Schneider, Wandbekleidung 2004, Skulpturen aus Tapete
Peggy Schneider, Wandbekleidung 2004, Skulpturen aus Tapete
Peggy Schneider, Wandbekleidung 2004, Skulpturen aus Tapete
 
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Horst Michel
Formgestalter in Weimar
Ein Ausstellungsprojekt der Bauhaus-Universität Weimar
Leitung: Prof. Wolfgang Sattler, Prof. Dr. Siegfried Gronert
und Elke Beilfuß


Zum 100. Geburtstag des Gestalters Horst Michel entstand im Sommer 2004 eine Ausstellung von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar. Horst Michel leitete das Institut für Innen-
gestaltung an der Hochschule in Weimar von 1951 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1970. Kurz nach Kriegsende erhielt er an der Hochschule in Weimar eine Professur und begann im Winter-
semester 1946 mit dem Unterricht und der Ausbildung von Industrieformgestaltern.

Die »Richtlinien für den Kampf gegen den Formalismus in Kunst und Literatur für eine fortschrittliche deutsche Kultur« des III. SED-Parteitags 1950 blieben nicht ohne Einfluss auf die Hochschulen in der DDR. In Weimar wurde die gestalterische und künstlerische Ausbildung nach Halle an die Burg Giebichenstein verlegt. Infolgedessen wurde die Klasse für Industrieformgestaltung aufgelöst. Horst Michel gelang die Umwandlung seines Lehrstuhls zu einem Forschungs- und Entwicklungsinstitut, das der Abteilung Baukunst angegliedert werden konnte: das Institut für Form-
gestaltung, später in Institut für Innengestaltung umbenannt.

Sigrid Kölbel, Wolfgang Dyroff, Helfried Lack, Heinz Melzer und Rudolf Großmann waren die künstlerischen Mitarbeiter am Institut. Die vielfältigen Aufgaben des Instituts reichten von Entwürfen für regionale, kunsthandwerkliche Hersteller bis zum staatlichen Auftrag der sogenannten Sortimentsbereinigung in Betrieben bei der Produktgestaltung und Produktion von Sitzmöbeln, Öfen, Fliesen, Teppichen sowie Bau- und Möbelbeschlägen in der gesamten DDR.

Das Ausstellungsprojekt beinhaltete zugleich eine Untersuchung des Designs in der Kulturpolitik der DDR. Die Entwürfe von Horst Michel und seiner Mitarbeiter sind aus heutiger Perspektive vor dem Hintergrund politischer Veränderungen und Einflüsse in der DDR zu sehen. Im Konflikt zwischen Tradition und Moderne entstanden sowohl solide kunsthandwerkliche Erzeugnisse, als auch innovative Entwürfe für die industrielle Produktion. Horst Michel, ein Schüler von Bruno Paul, stand dem Werkbundgedanken nahe. Insofern ist die Gestaltung am Institut in Weimar in die Linie von Werkbund und der guten Form zu stellen.

Aus zeitgenössischer Sicht wurden die Entwürfe und Objekte des Instituts für Innengestaltung in der Ausstellung interpretiert. Die Inszenierung im Design Zentrum Thüringen »Maja, Marietta, Monika und das Institut« warf einen Blick auf die Entwürfe von Horst Michel und seiner Mitarbeiter sowie die Arbeit am Institut. Im »Showroom 2004« wurden die Objekte wie Neuheiten auf einer aktuellen Designmesse präsentiert: hervorgehoben auf gelbem Podest oder in transparenter Folie gleichsam schwebend im Raum.

»Berlin-Fennpfuhl und die Formalismusdebatte« thematisierte im Haus Am Horn die Ereignisse im Jahr 1962. Ein später Aufbruch in die Moderne zeigte sich in diesem Jahr in der DDR. Das Institut für Innengestaltung beteiligte sich damals an der Ausstattung von Musterwohnungen in einer Plattenbausiedlung in Berlin-Fennpfuhl. Zudem fand die V. Deutsche Kunstausstellung in Dresden statt,
auf der Horst Michel den Bereich angewandte Kunst kuratierte.
Die Schau ließ erneut eine kurze, aber heftige Debatte über den Formalismus in der DDR aufflammen, diesmal wurde aus Regierungskreisen nicht die Kunst kritisiert, sondern die Produktgestaltung.

Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung im SS 2004

in Zusammenarbeit mit dem Design Zentrum Thüringen, Hansjoachim Gundelach, Marion Baumert

Ausstellungsgestaltung
Liana Franke, Sybill Grützner, Marlen Kopper, Marie Lauenroth, Thomas Mudrich, Kathrin Nachtsheim und Christian Tesch


Kooperationspartner
- Freundeskreis der Bauhaus-Universität Weimar, Michael Siebenbrodt
- Sammlung Industrielle Formgestaltung Berlin, Hein Köster
- Kustodie Bauhaus-Universität Weimar, Marlis Grönwald


Ausstellungseröffnung zum 100. Geburtstag von Horst Michel
am 25. September 2004 um 17.00 Uhr

Ausstellungsdauer
26. September bis 7. November 2004

Ausstellungsorte
Design Zentrum Thüringen, Rathenauplatz 6, Weimar
und Haus Am Horn, Am Horn 61, Weimar

Bilder
01 - Showroom
02 - Seminarraum
03 - Gästebuch
04 - Formalismusdebatte
05 - vom Trinken
06 - vom Beten
fotografiert von Liana Franke

Showroom

Seminarraum

Gästebuch

Formalismusdebatte

vom Trinken

vom Beten

 
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Version 1.0 - Juni 2017